Online-Symposium »Empirische Wende«

Vor zehn Jahren veröffentlichte Niels Petersen in der Zeitschrift für Staatslehre und Verfassungsgeschichte, deutsches und europäisches öffentliches Recht (Der Staat) einen Beitrag zur Frage, ob die Rechtswissenschaft eine »empirische Wende« brauche. Der Text provozierte vielfältige Reaktionen, und Ino Augsberg veröffentlichte in derselben Zeitschrift eine scharf formulierte Replik gegen den »neuerdings erhobenen empiristischen Ton in der Rechtswissenschaft«. Zehn Jahre später wollen wir die Diskussion in diesem R|E Online-Symposium noch einmal aufgreifen: Sind wir heute klüger? Haben die Zeitläufte einer Seite Recht gegeben? Oder war es am Ende ein Streit, der sich an Begrifflichkeiten entzündete, gar ein Missverständnis? In unserem Symposium lassen wir heute die beiden Autoren von damals noch einmal zu Wort kommen – und sukzessive auch weitere Wissenschaftler*innen, die wir um Reaktionen gebeten haben:

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Hanjo Hamann ist Habilitand am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn. Er interessiert sich vor allem für Vertrags- und Gesellschaftsrecht und ihre interdisziplinären und empirischen Bezüge.
Emanuel V. Towfigh ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Empirische Rechtsforschung und Rechtsökonomik an der EBS Law School und Professor für Rechtsökonomik an der EBS Business School; er ist außerdem Research Affiliate am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern. Zurzeit befasst er sich in seiner Forschung v.a. mit Fragen aus dem Bereich der Demokratietheorie, dem Recht der Digitalisierung, der Rechtsdidaktik und dem Antidiskriminierungsrecht.
Zitiervorschlag
Hamann und Towfigh, Online-Symposium »Empirische Wende«, RECHTS|EMPIRIE, 20.11.2020, DOI: 10.25527/re.2020.06